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Gesundung des jungen Menschen

Gewalterfahrungen wie Vergewaltigung, Missbrauch, aber auch Mangelernährung etc. beschreiben verschiedene mögliche körperliche und seelische Belastungen, welche junge Menschen insbesondere als unbegleitete Minderjährige mitbringen und oft nicht benennen können. Folgen davon können HIV, Hepatitis, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, etc. sein, Krankheitsbilder unterschiedlichster Ausprägung können Folge sein. Entscheidend für unsere Arbeit ist, dass jede Jugendliche* traumatische Erfahrungen mitbringt, die ihren Alltag nachhaltig beeinflussen.

 

Aus der Traumaforschung ist bekannt, dass sich Traumaerfahrung somatisch verankern kann. Unabhängig davon, ob eine physische, psychische oder psychosomatische Ausprägung vorliegt muss eine gesundheitliche Abklärung und auch notwendige Anbindung erfolgen, um eine Gesundung des Kindes oder jungen Menschen (m/ w/ d) –soweit dies geht - zu ermöglichen. Je nach Biographie trifft vieles davon aber auf alle jungen Menschen zu, an die sich diese Konzeption richtet. Was alle junge Menschen (m/ w/ d) mitbringen ist die Trauer um ihre zurückgelassene Welt, ihre Familie und ihre Einsamkeit. Sie müssen begleitet werden, eine eigene Lebensperspektive aufzubauen. Dies muss im Genesungsprozess gewürdigt werden.